Zu meinem Geburtstag habe ich von Freunden einen großartigen Roman geschenkt bekommen, den ich beim Lesen nicht aus der Hand legen konnte: Die Hälfte der Sonne von der Nigerianerin Chimamanda Ngozi Adichie.
Der Roman beginnt Anfang der 60er Jahre als der Houseboy Ugwu aus seinem Dorf in den Haushalt eines linken Universitätsprofessors gelangt. Dieser lebt mit Olanna zusammen, die sich im Gegensatz zu ihrer Zwillingsschwester Kainene, von ihrer wohlhabenden, korrupten Familie unabhängig macht. Das Leben aller verändert sich mit dem Beginn des Bürgerkrieges, in dessen Verlauf sich der Osten Nigerias mit dem Staat Biafra für unabhängig erklärt. Nur drei Jahre existierte dieser Staat der christlichen Igbo, auf deren Flagge eine halbe Sonne abgebildet war.
Der Roman hat mich durch seine fesselnde, bildliche Sprache überzeugt, die die Protagonisten zum Leben erweckt, die Grausamkeiten und das Elend des Bürgerkrieges bewegend beschreibt, aber auch eindrucksvoll das Nigeria der 60er Jahre abbildet.
Freut mich, dass Dir das Buch gefallen hat. Ich fand’s auch großartig!