In den letzten Monaten habe ich wieder intensiv mit Yoga geflirtet und diese erste Begeisterung entwickelt sich – vielleicht auch durch das inzwischen tägliche Üben – zu einer tiefen Leidenschaft. Das führt auch dazu, dass ich inzwischen viele Yoga Blogs und verschiedene Yogamagazine lese und mich mit allem rund um Yoga beschäftige. Neben dem Yoga Mals von Shri K. Pattabhi Jois, habe ich in den letzen Tagen den Roman von Kerstin Kristin Rübesamen (mit dem Untertitel: Bekenntnisse einer Yogalehrerin) entdeckt und war auf Anhieb sehr gespannt auf ihre Erlebnisse. Ok, das Cover mit der Autorin im Kopfstand hat sein Übriges beigetragen.
Die Autorin hat lange Zeit in New York und London gelebt und dort bei einigen bekannten Lehrern, deren Namen sie gern immer wieder nennt, so man sich manchmal wie im Who is Who des Yoga vorkommt, gelernt und sowohl dort als auch heute in Berlin unterrichtet und berichtet in ihrem Roman über diese Erlebnisse. Bis auf dieses Namedropping hat mir das Buch gut gefallen und ich habe mich in vielen Situationen selbst wiederentdeckt – z. B. dass man irgendwann anfängt sein Leben rund um die Yogapraxis zu legen, damit man täglich auf der Matte üben kann (und damit sehr wahrscheinlich seinem Umfeld langsam aber sicher auf den Keks geht). Dazu gefallen mir einige ihrer Gedanken mir sehr gut, z. B. wenn sie schreibt: “Yoga kann viel, aber nicht alles” und es macht sicherlich nicht alle Yogis zu besseren Menschen. “Vielleicht genügt es uns schon, sich tatsächlich ehrlich die Frage zu stellen (…): Wie wollen wir Leben?” Vielleicht entdecke ich mich darin, weil ich viel übe, mein Leben komplett hinterfragt habe und inzwischen den Mut gefunden habe zu verändern und mehr auf das zu hören, was mich glücklich macht. Jeder von uns hat nur ein Leben. Also lebe.
Und: practice, practice, practice, practice..